Probleme im guatemaltekischen Schulsystem
Freiwilligen-Bericht: Almut Momsen, Guatemala
Viele Hausaufgaben gerade in den untersten Klassen bestehen aus handschriftlich gefertigten Kopierarbeiten, seien es Buchstaben, einzelne Wörter oder Sätze, die einfach seitenweise abgeschrieben werden müssen. Ich habe das Gefühl, dass viele Kinder dabei nicht denken müssen und gar nicht wissen, was sie gerade schreiben.
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In den öffentlichen Schulen in Guatemala besteht die Möglichkeit eine Klasse so oft zu wiederholen bis man sie bestanden hat oder die Eltern eingreifen, die das Kind dann ganz von der Schule nehmen oder in den seltensten Fällen auf eine für das Kind geeignete Schule schicken. So kommt es schon mal vor, dass ein elfjähriges Mädchen wie Carla aus dem Pastoral nach drei Jahren Sitzenbleiben in der ersten Klasse jetzt gar nicht mehr zur Schule geht, nicht schreiben und kaum lesen kann, aber ihre kleineren Schwestern ins Pastoral begleitet, um nicht den ganzen Tag nur im Haus sein zu müssen.
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