Goldene Küste

Gold Coast Colony – Diesen Namen gaben die britschen Kolonialherrscher 1874 dem am Gold reichen Küstenbereich des heutigen Ghana, dem im Laufe der Zeit weitere Teile des Königreichs der Ashanti angeschlossen wurden. Im März 2007 feierte Ghana, das auch in anderen Regionen über üppige Goldvorräte verfügt, seine vor 50 Jahren gewonnene Unabhängigkeit. 

Laura Brunner, gegenwärtig Freiwillige im ghanaischen Kumasi, ist in die Stadt Obuasi gefahren und hat dort unter anderem mit den beiden Minenarbeitern Kwame Owusu und Emmanuel Kwadwo Oppong gesprochen, um herauszufinden, wie es heute um die Lebensbedingungen der am Goldabbau Beteiligten sowie den Schutz der Natur steht. [d. Red.] 

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Obuasi, das ich selbst besucht habe, liegt etwa 80 Kilometer (km) südwestlich der Hauptstadt der Ashanti Region, Kumasi, wo ich seit vergangenem September lebe. Seit 1895 - damals war Obuasi noch ein kleines Dorf - wird hier Gold abgebaut. Im Zuge der Zeit wuchs Obuasi zu einer Großstadt, in der heute 80 000 Menschen leben und arbeiten. Diese kommen aus den unterschiedlichsten Regionen Ghanas und auch aus den ärmeren Schichten anderer Länder, vor allem aus dem im Norden an Ghana grenzenden Burkina Faso. Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Stadt auch heute noch wächst, begleitet von unmenschlichen Lebensbedingungen für die Migranten. Denn die ärmeren Minenarbeiter wohnen in Vierteln, in denen es zum Teil nicht einmal eine ausreichende Trinkwasserversorgung gibt.

In Obuasi findet man vor allem „Untertage- Einrichtungen“, die bis zu 1000 Meter tief sind und die von einer ghanaisch-südafrikanischen Firma betrieben werden. Aktien der AngloGold Ashanti werden an der New Yorker und Londoner Börse gehandelt. Das Unternehmen ist der zweitgrößte, börsennotierte Goldproduzent der Welt nach Rosemont aus den USA.

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